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    Michael ist Finanzmathematiker. Seit mehr als 30 Jahren analysiert er die Märkte und sucht mithilfe statistischer Verfahren nach Möglichkeiten, Risiken zu begrenzen und den Märkten Überrenditen zu entlocken. Der Erfolg kann sich sehen lassen.

    “In einer Welt voller Unsicherheit empfiehlt es sich mehr, mit Algorithmen zu arbeiten, anstatt auf eigene Eingebung zu vertrauen”, meint Michael.

    Michael, mit Deiner Minimum Varianz Aktienindex Strategie wolltest Du die Wertentwicklung des Euro Stoxx 50® bei geringerer Volatilität übertreffen. Was steckt hinter dem Begriff Minimum Varianz?

    Unter einem Minimum Varianz-Portfolio versteht man eine Portfoliokonstruktion, die aus einer gegebenen Grundgesamtheit von Aktien, also konkret den jeweils 50 Werten des Euro Stoxx 50®,  ein Portfolio konstruiert, welches die geringstmögliche Volatilität und damit auch das geringstmögliche Kursrückschlagpotential im Vergleich zum Index erwarten lässt.

    Die Outperformance soll also durch die Reduzierung von Kursrückschlägen erfolgen? Das klingt zunächst ungewöhnlich!

    Für die meisten Anleger klingt das in der Tat befremdlich, da sie gelernt haben, dass eine Outperformance der Indizes insbesondere dann erzielt wird, wenn man als Aktienfondsmanager die Kursraketen findet. Unsere Philosophie, uns auf die Minimierung von Kursrückschlägen zu konzentrieren, steht dem diametral entgegen.

    Wir glauben, dass die Entwicklung von Aktienmärkten nicht bzw. kaum prognostizierbar ist. Und wenn es mal wieder kracht und Panik ausbricht, können auch Kursraketen schnell abstürzen. Dabei muss man sich aber immer wieder den simplen mathematischen Zusammenhang bewusst machen, dass der nach einem Kursverlust erforderliche Aufholgewinn mit dem Ausmaß der Kursverluste überproportional ansteigt.

    Du hast bereits in den 90er Jahre als einer der deutschen Minimum Varianz-Pioniere Deinen Investmentansatz entwickelt. Was macht Deinen Investmentansatz so speziell?

    Den Minimum Varianz-Optimierungsalgorithmus habe ich im Rahmen meiner wissenschaftlichen Arbeit „Anlagestrategien am Aktienmarkt – Varianz-Minimales-Portfolio gegen Marktportfolio“ am Lehrstuhl von Prof. Dr. Wolfgang Bessler an der Universität Hamburg entwickelt.

    Die Besonderheit des Investmentansatzes besteht darin, dass wir die finanzmathematischen Risikokennzahlen der jeweils 50 Aktienwerte aus ganz bestimmten, fest definierten historischen Zeitfenstern aufbereiten und über einen von mir weiterentwickelten Optimierungsalgorithmus zum Minimum Varianz-Portfolio verdichten. Die Portfoliooptimierung bzw. -readjustierung erfolgt dann bei unserem Ansatz quartalsweise.

    Seit April 1998 kam der Ansatz unter anderem in Spezialfondsmandaten von Versicherungen und Banken, in einem Publikumsfonds sowie in Zertifikaten in nahezu unveränderter Form zum Einsatz und konnte seitdem sehr erfreuliche Resultate erzielen.

    Und wie hat Deine Strategie in den letzten 30 Jahren im Vergleich zu den Indizes abgeschnitten?

    Die historische Leistungskraft der Strategie lässt sich anhand des VMP MinimumVarianz EuStoxx50TR Index zeigen, in dem ich meine Strategie abbilde.

    Wertentwicklung VMP MinimumVarianz EuStoxx50TR Index

    Mit meinem  VMP MinimumVarianz EuStoxx50TR Index habe ich in den letzten 30 Jahren eine durchschnittliche Wertentwicklung von 12,28 % erzielt, während der EuroStoxx 50® selbst nur 7,67 % pro Jahr erzielte. Die Outperformance beträgt insgesamt 2337 %-Punkte.

    Und das bei einem deutlich geringeren Risiko als die des jeweiligen Index.

    Und für welche Anlegerkreise ist Deine Strategie geeignet?

    Mit meiner Strategie will ich langfristig orientierte Anleger und Investoren ansprechen, die an der grundsätzlichen Ertragskraft von europäischen Qualitätsaktien partizipieren wollen und diese über eine risikooptimierte Portfoliokonstruktion noch weiter steigern möchten.

    Zusammenfassend soll unsere Strategie im Vergleich zu den Indizes folgendes leisten:

    • Reduzierung der Volatilität und der Kursrückschläge
    • Verkürzung der Zeit bis zum Ausgleich phasenweiser Kursrückschläge (Time to Recover)
    • Höhere risikoadjustierte und ab 5 Jahren auch absolut höhere Aktienerträge

    Durch die Reduzierung des Volatilität eignet sich die Strategie auch gut für institutionelle Anleger, die nur begrenzte Risikobudgets haben.

    Erfahrene Investoren können ihr Investment zusätzlich und nach individuellem Ermessen mittels einer Short-Future-Position des jeweiligen Index absichern, um das Marktrisiko zu eliminieren.

     

    Itzehoe, den 14. Februar 2022
    Das Interview führte Thomas Jörder

     

     

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