Riße – Brichta – Jörder – und was ich EIGENTLICH sagen wollte 😅
29. April 2026

Diese Rettungszone wird dauerhaft zu Beginn jedes Blogbeitrags eingerichtet, da unsere etablierten Medien am Erhalt unseres
EINZIGEN GESETZLICHEN ZAHLUNGSMITTELS
scheinbar kein Interesse haben.
Aber lesen Sie selbst:
Das Schweigen der Medien
“Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht”
Bertold Brecht
Leiten Sie das gerne weiter!
Wie der Werbekonzern Ströer mit seiner Journalismus-Simulation T-Online gegen das Bargeld hetzt
Noch Fragen?
Bitte unterzeichnen Sie die Bargeld-Petition von Hansjörg Stützle:
zur Bargeld-Petition
ES IST WICHTIG!
DANKE!
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Liebe Leserinnen und Leser
von
“Finanzen ohne Fachchinesisch”
und
“BG-Info”
“Never change a running Gespräch” hat mein Opa immer gesagt, daher habe ich es einfach laufen lassen letzte Woche. Und ich glaube – wenn ich mir mal die Rückmeldungen so anschaue – es ist auch ganz gut gelaufen.
Dabei hatte ich eigentlich echt voll den Plan. Aber von dem kann ich Ihnen ja hier erzählen.
Beginnen wollte ich eigentlich mit meinem Dialog mit dem Fondsanalysten Christoph Fröhlich zu diesem Thema:
Rund 3 Billionen Euro. Auf deutschen Konten. Zu nahezu null Prozent Zinsen.
Herr Fröhlich fühlte sich scheinbar etwas auf den Arm genommen, als ich versucht habe, ihm mit Hilfe seines Beitrages die Gesetzmäßigkeiten unseres Geldsystems näherzubringen.
Meine Frage war dabei recht einfach:
Wie soll man denn diese 3 Billionen runter bekommen von diesen Konten?
Wie es weiter gegangen ist, können Sie ja unter dem Link verfolgen.
Für alle die, die nicht bei LinkedIn sind:
Herr Fröhlich ist scheinbar der Meinung, dass die 3 Billionen verschwinden, wenn die Kontoinhaber diese 3 Billionen “investieren”. Also Aktien kaufen zum Beispiel.
Aber wenn Müller von Meier Aktien kauft, dann wechseln zwar die Aktien von Meier zu Müller, aber das Geld auch von Müller zu Meier. Und Meier wäre wahrscheinlich not so amused, wenn dem nicht so wäre.
Also: Wie bekommt man denn diese 3 Billionen weg von diesen Konten? Wirklich durch “investieren”?
Die einzig richtige Antwort: Durch die Rückzahlung von Krediten. Denn aus der Kreditgeldschöpfung ist das Geld entstanden – und durch Kreditgeldtilgung kann es auch wieder verschwinden.
Das Geld müsste sich also ein paar Schulden suchen, um wieder verschwinden zu können. Allerdings sind die Schulden meistens bei anderen Menschen zu finden wie das Geld. Und deswegen bekommt man eben auf lange Sicht weder das Geld weg – noch die Schulden.
Wäre ja auch schlimm, wenn die Schulden weg wären, denn gleichzeitig mit dem Verschwinden der Schulden hätten wir auch kein Geld mehr.
Um das Problem zu verdeutlichen, hatte ich die beste Visualisierung vorbereitet, die ich dazu bisher gesehen habe – kommt von Helmut Creutz – diese:

Man sieht deutlich, dass Geld und Schulden zwar in gleichem Maße steigen, sich allerdings bei unterschiedlichen Marktteilnehmern ansammeln. Das ist ein echtes Problem, wird allerdings in der Finanzbranche kaum besprochen – von mir schon 🙂
Ist das Nichtwissen um diese Dinge dem Herrn Fröhlich übel zu nehmen? Sicher nicht! Denn wenn schon die Uni-Lehrbücher falsch sind – woher sollte solches Wissen denn kommen:
Studenten rebellieren gegen falsche Darstellung des Bankwesens in den Ökonomie-Lehrbüchern
Insofern ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass zum Thema Geldschöpfung auch anderswo ziemlich kuriose Aussagen unters Volk gebracht werden – zum Beispiel hier von der YouTuberin Alicia Joe, die scheinbar glaubt, die Banken hätten das Geld bei sich “rumgammeln, bis sie es verleihen” – ab Minute 7:32:
Bei über 600.000 Klicks für dieses Video gäbe es doch da ein erhebliches Potential, die Finanzbildung in Deutschland ein gutes Stück nach vorne zu bringen. Raimund Brichta wäre auf jeden Fall dabei bei einem “Reaction-Video” gemeinsam mit Alicia Joe zu ihrem eigenen Video. Keine Ahnung, ob es so etwas schon einmal gegeben hat in der YouTuber-Szene. Könnte aber bestimmt für alle Beteiligten erhellend sein.
Außerdem hätte ich gerne noch mit den beiden Experten darüber gesprochen, ob die Modern Monetary Theory ähnlich funktioniert wie Monopoly, nämlich dass am Ende einer alles hat und alle anderen Schulden.
Der Vergleich mit Monopoly kommt dabei von MMT-Frontmann Maurice Höfgen:
Und aus Berater-Sicht hätte ich mit den beiden Experten auch noch gerne über diese Folie aus meinem Berater-Workshop gesprochen:

So sind zum Beispiel Geldmarktfonds in den mir bekannten Beratungsprotokollen in der Regel Risikoklasse 1 – ganz sicher.
Was passiert aber, wenn Raimund Brichtas Szenario eintritt und wir tatsächlich irgendwann mal einen “Reset” bekommen? Dann wären solche Geldmarktfonds wahrscheinlich plötzlich deutlich weniger wert – in der letzten Währungsreform wurden aus 100 Reichsmark zum Beispiel ganze Sechsmarkfuffzich!
Über so eine Maßnahme würde sich wahrscheinlich nicht jeder freuen. Und für mich als Berater wäre das wahrscheinlich irgendwie auch blöd.
Aber nun gut …
Zu alledem kam es irgendwie nicht, weil Stefan Riße und Raimund Brichta in unserer Live-Diskussion scheinbar echt ihren Spaß hatten und ich mir irgendwie eher vorkam wie ein Zuschauer beim Tennis: links, rechts, links, rechts. Aber Tennis ist ja auch ein toller Sport 🙂
Lange Rede – kurzer Sinn: Die Online-Diskussion mit den beiden Finanz-Experten ist inzwischen online. Ich wünsche Ihnen eine interessante Unterhaltung:
Vielen Dank lieber Stefan, vielen Dank lieber Raimund!
Hat super Spaß gemacht mit Euch!
Und schauen Sie doch gerne auch mal bei unserem Gastgeber ACATIS vorbei. Die haben hochinteressante Fonds!
Auch diesem Haus gilt mein herzlicher Dank!
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