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    “Finanzen ohne Fachchinesisch”
    – der Unterstützer-Newsletter –

    23. Juni 2022

     

     

    Liebe Unterstützerinnen,
    liebe Unterstützer,

    manchmal verlangt der Körper nach einer Pause. Manchmal ist diese Pause kürzer, manchmal länger. Diese war etwas länger.

    Aber was könnte nach einer langen Pause als Aufhänger für einen Newsletter besser geeignet sein, als der Bericht von einer Veranstaltung – z.B. dem Fondskongress, der gestern und vorgestern in Mannheim stattgefunden hat.

    Themen gab es natürlich viele – der Krieg in der Ukraine, Covid-Nachwirkungen, zukünftige Energieversorgung, Aktienrückgang, Inflation – und auch der Zinsanstieg der letzten Wochen gehörte dazu, mit dem die Zentralbanken versuchen, diese Inflation zu bekämpfen.

    Als Sensibilisierter in Sachen Geldsystem fällt mir bei solchen Veranstaltungen aber inzwischen eines immer mehr auf: Die Betrachtungsweise auf solche Themen ist doch eine recht einseitige. Die eines Anlegers.

    Dass es inzwischen aber immer mehr Menschen gibt, die gar kein Geld übrig haben, um überhaupt über Geldanlagen nachzudenken – darüber wird eher selten berichtet. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass steigende Energiepreise und nun auch offiziell explodierende Inflationsraten zukünftig dazu beitragen werden, dass sich das verändert.

    Ich werde hier zumindest beide Seiten der Medaille beleuchten.

    Und damit hinein ins Vergnügen: Den Zinsanstieg der letzten Wochen.

    Zunächst die Sicht eines Anlegers – denn für einen solchen klingt Zinserhöhung ja erst mal positiv. Und wenn man auf seinem Konto auch nicht sofort eine wundersame Geldvermehrung erfährt, so besteht doch nun zumindest die Aussicht, dass die ein oder andere Bank zukünftig vielleicht wieder auf die Berechnung von Minuszinsen verzichtet. Hurra!

    Will man sein Geld mittel- oder längerfristig verzinst anlegen, bekommt man nun auch wieder etwas dafür – zum Beispiel Zinsen für Staatsanleihen. Hurra!

    Hat man sein Geld vor einiger Zeit mittel- oder längerfristig verzinst angelegt – zum Beispiel in Staatsanleihen – sieht das Stand heute allerdings gar nicht so schön aus. Upps …

    Solche Staatsanleihen werden nämlich an der Börse gehandelt, und hier führen steigende Zinsen zu Kursverlusten. Die Erklärung dazu ist einfach: Die Zinssätze der Vergangenheit sind heute nicht mehr so attraktiv wie damals, da es heute eben höhere Zinssätze gibt. Papiere mit den “alten” Zinssätzen verlieren daher an Wert.

    Ein besonders extremes Beispiel: Die Republik Österreich legte in den letzten Jahren mehrere 100-jährige Staatsanleihen auf, um sich langfristig günstig zu finanzieren. Sie sehen schon: Wenn Sie für Ihre Urenkel in spe schon heute etwas für deren Alter zurücklegen möchten, sollten Sie jetzt unbedingt weiterlesen!

    Die letzte dieser Anleihen wurde im Jahr 2020 aufgelegt, also vor zwei Jahren. Der Zinssatz dieser Staatsanleihe liegt bei 0,85 % pro Jahr, die Laufzeit endet am 30.06.2120.

    Kleine vereinfachte Modellrechnung:

    Anlage vor zwei Jahren: 10.000 €
    Laufende jährliche Zinszahlungen bis 2120: 85 €
    Insgesamt also 8.500 € in 100 Jahren
    Rückzahlung am 30.06.2120: 10.000 €

    Auch wenn das damals interessant erschienen haben mag – nicht so toll ist diese Entwicklung für Anleger, die seinerzeit zugeschlagen haben. Für eine Anlage über die verbleibenden 98 Jahre würde man heute nämlich knapp 2 % mehr bekommen – und zwar für JEDES JAHR! 98 JAHRE LANG!!!

    Insgesamt also 19.600 € mehr Zinsen!!!

    Und dieser “Nachteil des frühen Kaufes” macht sich nun im Depotauszug bemerkbar – dem Kontoauszug für Wertpapiere.

    Das Resultat in diesem speziellen Falle: Die Anlage ist – Stand heute – nur noch weniger als die Hälfte wert: ca. 45 % – also 4.500 €! Hier die Kursentwicklung: OEsterreich, Republik EO-Medium-Term Nts 2020(2120). Und das bei einer Staatsanleihe! Also einer Anlage, die landläufig als “sicher” gilt!

    Ähnliche Effekte dürften auch Anleger erlebt haben, die in “Rentenfonds” oder “Renten-ETFs” vermeintlich sicher investiert haben. Die Verluste dürften dort aufgrund der kürzeren Laufzeiten zwar nicht ganz so drastisch ausgefallen sein, aber den ein oder anderen vielleicht doch überrascht haben.

    Also: Auch bei sicherheitsorientiert klingenden Zinsanlagen gilt – Uffbasse!

    Und damit zur “anderen Seite” der Zinsen: Der Umverteilung.

    Sie alle bezahlen nämlich ganz unbemerkt Zinsen, auch wenn Sie selbst keine Kredite haben: Über Ihre Steuern und Ihren Konsum! Und so lange Ihre erwirtschafteten Zinsen kleiner sind als diese indirekt bezahlten Zinsen, wird Geld umverteilt – und zwar WEG von Ihnen! Die berühmte “Schere zwischen Arm und Reich”! Ein Effekt, der zwar jeden betrifft, mit dem ich mich in den ersten 25 Jahren meiner Banker-Laufbahn allerdings überhaupt nicht beschäftigt hatte.

    Umso stärker hat er mich allerdings bewegt, als ich es dann tat. Daher hier – zum wiederholten Male – ein kurzer Film dazu:

    Sprachlos? War ich auch beim ersten Mal. Ich denke, mehr ist dazu auch nicht zu sagen. Aber vielleicht ist es ja Grund genug, diesen Newsletter weiterzuleiten. DANKE!

     

     

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